ICM Vermögen

Bereits die VRV 1997 sieht das Führen von Vermögensnachweisen bzw. Anlagennachweisen für wirtschaftliche Unternehmen und Betriebe marktbestimmter Tätigkeit sowie sonstige Betriebe und betriebsähnliche Einrichtungen vor. Für alle anderen Organisationseinheiten der Gemeinde sollen umfassende Inventarverzeichnisse geführt werden. Damit wird die ordnungsgemäße Verwaltung des Gemeindevermögens gewährleistet.

Die VRV 2015 schreibt hingegen eine Gesamtvermögensrechnung vor, mit dem Ziel, das alle Gebietskörperschaften ihr Vermögen (und Schulden) einheitlich und vollständig ausweisen.

Durch diese gesetzliche Regelung sind die Gemeinden und voraussichtlich auch die Gemeindeverbände gezwungen, ihre bestehenden Vermögensverzeichnisse zu überarbeiten und zu ergänzen. Insbesondere die Erfassung und Bewertung von materiellen „Altvermögen“ stellt die Gemeinden vor große Herausforderungen.

Folgende Kernfragen der Gemeinden gilt es somit zu beantworten:

  • WAS muss überhaupt alles erfasst werden?
  • WIE kann man das am besten durchführen?
  • WIE bewertet man das Vermögen so, dass es möglichst ressourcenschonend und gleichzeitig gesetzeskonform ist?
  • WIE erfasst man die Vermögensgegenstände und Bewertungen? 
  • WIE kommen die Daten korrekt in das jeweilige Anwendungsprogramm (ÖKOM, GeOrg, KIM, K5, …)

In nur 4 Schritten zum aktuellen Buchwert

Für die Vorbereitung der VRV 2015 ist die Ersterfassung des bestehenden Gemeindevermögens notwendig. Mit ICM Vermögen ermitteln Sie in nur 4 Schritten den Buchwert Ihrer Anlagen.

Schritt 1: Auswahl Vermögensart

Es sind alle Vermögensarten, die in der Nutzungsdauertabelle lt. VRV 2015 definiert sind, und jene Vermögensarten, für die Referenzwerte hinterlegt sind, im System vordefiniert. Die entsprechenden Zuordnungen, an welcher Stelle in der Bilanz ein Vermögensgegenstand berücksichtigt wird, sind ebenfalls hinterlegt. 

Zu Auswahl stehen:

  • alle Vermögensarten gemäß Nutzungsdauertabelle VRV 2015.
  • zahlreiche Vermögensarten, für die veritable Referenzwerte (z.B. auch von SOT Salzburg) hinterlegt sind.
Schritt 2: Erfassen der Basisdaten

Hier werden die wichtigsten Merkmale, z. B. die Bezeichnung des Vermögensgegenstandes, erfasst.

Schritt 3: Bewerten

Als Grundregel für die Vermögensbewertung gilt das Anschaffungswertprinzip. In vielen Fällen ist den Gemeinden der Anschaffungs-wert/Anschaffungsdatum eines Vermögensgutes nicht bekannt bzw. die Erhebung der realen Anschaffungswerte und des realen Anschaffungsdatums (Stichwort älteres Gebäude mit mehreren Zubauten und Sanierungen…) wäre sehr aufwändig. 

Für die Eröffnungsbilanz bietet der Gesetzgeber im Sinne der Verwaltungsökonomie daher die Möglichkeit der vereinfachten Bewertung nach dem Wiederbeschaffungswert (Fair Value). Dieses Verfahren begründet sich auf empirisch erhobenen Vergleichsdaten, aus denen der aktuelle Wiederbeschaffungswert eines Vermögensgegenstandes (z. B. Gebäude) abgeleitet werden kann.

  • Ist der Anschaffungswert nicht bekannt, kann die Schätzhilfe angewendet werden.
  • Der rechnerisch ermittelte Anschaffungswert kann durch diverse Parameter an gemeindespezifische Erfordernisse angepasst werden. Auch eine Inflationsbereinigung (Rückindizierung) und die Berücksichtigung einer etwaigen Umsatzsteuer ist vorgesehen.

Schritt 4: Zusatzinfos ergänzen & Dokumentation erstellen
  • Zu jedem Vermögensgegenstand können beliebige elektronische Dokumente mittels "Drag & Drop" hinzugefügt werden. 
  • Ist die Kamerafunktion des PC´s (Notebooks, Tablets) aktiviert, können aus ICM Vermögen direkt Fotos durch Klicken auf das Kamerasymbol erstellt werden.
  • Die Bewertung eines Vermögensgegenstandes sollte lückenlos, auch noch Jahre nach der Bewertung, nachvollziehbar sein. Das ICM-Vermögen Tool generiert pro Vermögensgegenstand ein umfassendes Dokumentationsblatt (PDF), welches ausgedruckt, beliebig abgespeichert oder z.B. auch in einer ÖKOM-Mappe abgelegt werden kann.